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Elbinger Kogge um 1237

Das 1. Elbinger Schiffs- Stadtsiegel hat einen Durchmesser von 84 mm und das 4. von 85 mm. Beide Sadtsiegel stammen aus dem 13. Jahrhundert. Nach dem 4. Siegel wurde der Bauplan für die obere Kogge gefertigt im Maßstab 1:50. Ich habe dieses Schiff aus Eichenholz mit Spanten und allem drum und dran nachgebaut. Für mich als Schreinermeister eine lösbare Aufgabe. Das Modell ist über alles 65 cm lang, 55 cm hoch und 18 cm breit. Auf so einem Schiff kamen wohl die ersten Siedler für Elbing über die Ostsee aus Lübeck. Wulfstan berichtete, das er für diese Reise 8 Tage und 8 Nächte benötigte. Eine große Erfindung für diese Zeit war das am Heck angebrachte, bewegliche Ruder. Das 1. Elbinger Schiffs- Siegel zeigte diese neue Erfindung als erste Stadt in ihrem Siegel. Mehr zu diesem Thema in meinem Buch „Siegel, Wappen, Fahnen“.


Spanten, Deck- und Rumpfplanken sind aus massiv Eichenholz, der Mast und Baum aus Buche und alle Metallteile aus massiv Silber (800). Den Plan zeichnete ein Danziger Modellbauer 1969 und veröffentlichte ihn 1970 in einer polnischen Zeitschrift für  Modellbau.

Die Galiot von 1738   "D Stadt Elbing"


Schon im 13. Jahrhundert wurden in Elbing Schiffe gebaut. Die Elbinger Handelsherren ließen ihre Schiffe vor Ort und eventuell in eigener Werft und nach eigenen Wünschen bauen.  Der Niedergang der Hanse dämmte den Schiffbau ein und die Schwedisch- polnischen Kriege brachten das endgültige Aus für den Elbinger Schiffbau. Um 1650 wurde der Schiffbau in Elbing eingestellt und die Fachleute wanderten in andere Städte ab. Ein gewaltiges Aufsehen erregte der erste Schiffsneubau in Elbing, als man am 2. Januar 1738 auf der Mitzlaff-Werft  ein Schiff für den Ratsherren 2. Ordnung und Kaufmann Heinrich Döring auf Kiel legte. Heinrich Döring ließ das Schiff von 95 Last (altes Raummaß, 1Last= 2 – 2,7 Tonnen) für den Salzhandel bauen, er besaß in Preußen das Salz- Monopol. Das Schiff war am Kiel 85 Fuß (26,35 m) und oben über alles 95 Fuß (29,45 m) lang und 25 Fuß (7,75 m) breit. Am Abend des 6. Dezember 1738 um  4 Uhr wurde das Schiff vom Stapel gelassen und auf den Namen „D Stadt Elbing“ getauft. Das „D“ steht mit Sicherheit für den Eigner Döring am Heck. Bei Fuchs in den „Beschreibungen der Stadt Elbing“ ist folgendes zu lesen: „Der Besitzer hatte den ganzen Rat, die zweite Ordnung, die Stabsoffiziere der Garnison und die Honoratioren der Stadt dazu eingeladen, die hierauf unter einer von Mai erbauten Bude an fünf Tafeln bewirtet wurden. Bis spät in die Nacht wurde von dem abgelaufenen Schiffe canoniert und Feuerwerk abgebrannt. Alle diese Umstände zeigen, dass man damals die Erbauung eines Seeschiffes für eine seltene Erscheinung, die nach vielen Jahren wieder einmal vorgekommen, und daher feierlich begangen werden musste, gehalten hat.“ Im Jahr 1759 lief das zweite Schiff mit Namen „Benjamin“ für den Kaufmann und Ratsherrn Christian Silber (Stifter des Hermann Balk- Brunnen am Elbinger Rathaus) vom Stapel. Die Ansicht der Galiot „D Stadt Elbing“ verdanken wir dem Elbinger Kupferstecher Joh. Friedrich Endersch (1705 – 1769), einem Pfarrersohn aus Dörnfeld/ Thüringen, der sich in Elbing als Wundarzt, Kaufmann, Malzbrauer, Mechaniker, Mathematiker, Kartograph und Zeichner niederließ. Ein Sohn von Endersch war Mechaniker und hatte einen eigenen Betrieb. Diesen Betrieb übernahm später der Gelbgießermeister Jakob Schichau; sein Sohn Ferdinand Schichau gründete in diesem Betrieb die weltbekannten Schichau-Werke, in denen auch die Mitzlaff-Werft eingeflossen ist.

Matrosen an der Winde, aus Lindenholz geschnitzt. Die Segel wurden mit Haarspray eingesprüht und mit dem Föhn, Heißluft, in Form gebracht.
Der Schiffseigner Döring und der Steuermann auf dem Achterdeck, auch aus Lindenholz geschnitzt. Spanten, Decks- und Rumpf- Beplankung aus massiv Eichenholz. Die Masten und Rahen sind aus Buchenholz. Alle Metallteile aus massiv Silber (800).


Die Mitzlaff - Werft.  Zeichnung von C. Porsch 1835