Ich wurde fast 10 Jahre nach Kriegsende geboren. Meine Eltern (und ich) haben kurz in Allenstein gewohnt. Danach sind wir nach Elbing umgezogen. In Elbing habe ich die Grundschule und allgemeinbildende Oberschule (in Gebäude des Königlichen Gymnasium in der Königsberger Str.) besucht. Danach habe ich Schiffbau an der Technischen Hochschule in Danzig studiert. Weil ich mich für das Flugwesen interessierte habe ich auf die Arbeit in Danziger Schiffswerft verzichtet und die Arbeit im Flugzeugwerk in Mielec (150 km östlich von Krakau) begonnen.
Weil im Sozialismus Ingenieure sehr schlecht bezahlt waren (Staat der Arbeiter und Bauer) habe ich inzwischen auch fast zwei Jahre auf den griechischen Handelsschiffen gearbeitet und drei Jahre in New York.
Obwohl ich schon 34 Jahre in Mielec wohne, fühle ich mich noch immer als ein Bürger von Elbing. Da sind glückliche Jahre meiner Jugend vergangen. Ich bin stolz, daß ich „aus Elbing” bin. Dank der Seite von Herrn Pfau hat sich mein Denken über Elbing geändert. Elbing war früher für mich eine traurige, im Krieg stark zerstörte und schlecht wieder aufgebaute Stadt. Jetzt bin ich ein Sammler geworden, der sich für die Geschichte von Elbing interessiert. Meine Bibliothek mit den Büchern über Elbing wird immer größer. Mit großem Interesse sehe ich die alten Elbinger Ansichtskarten an und lese den Pangritz Kurier. Ich vergleiche bekannte Straßen und Häuser mit den alten Aufnahmen. Ich suche im Internet nach allen Informationen über Elbing und Ostpreußen.
Die Grausamkeit vom zweiten Weltkrieg wurde mir verschont. Über den Krieg habe ich viel von meinen Eltern und Großeltern gehört. Zwei Männer von der Familie meines Vaters waren in Auschwitz. Einer ist da gestorben. Meine Mutter mit meinem Großvater wurden auf der Straße festgehalten und sollten nach KL abtransportiert werden. Zum Glück hatte der Großvater eine Bescheinigung, daß er bei der deutschen Firma beschäftigt ist. So wurden beide entlassen.
Meine Kindern sehen die Welt schon ganz anders. Die Deutschen sind nicht mehr unsere Feinde. Es ist die höchste Zeit, daß Polen und Deutsche endlich gute Nachbarn sind.
Ich freue mich sehr über die Bekanntschaft mit Herrn Pfau. Es ist interessant jemand zu treffen, der so viele alte Geschichten über Elbing kennt. Schade, daß wir so weit voneinander wohnen. Schade, daß wir uns nicht früher kennengelernt haben. Schade, daß ich aus Zeitgründen nicht am Treffen 2007 in Hamm teilnehmen kann. Gut, daß wir mindestens heute Internet haben.
Ich hoffe, daß die Elbinger Internetseite deutsch-polnische Verständigung gut unterstützt.
Allen alten Albinger wünsche ich viel Gesundheit und hoffe auf das Treffen im Jahr 2008.
von links: Bogdan mit seiner Frau Teresa, meine Ilse und unter dem Tisch Tekila, ein lieber Boxer. In unserem Vorzelt auf dem Camping- Platz in Elblag am Elbing.
Bogdan, nicht nur ein begeisterter Segler und Flieger, für mich auch eine wunderbare deutsch-polnische Freundschaft !!!
Mein polnischer Freund und Internet-Partner Bogdan Kiebzak, der meine Homepage ins polnische übersetzt hat und auf seiner polnischen Seite betreibt mit Tekila in Vogelsang. Diese Aufnahme machte seine liebe Frau Teresa. Auch die Bewohner von Elblag warten sehnsüchtig auf den Frühling und die ersten Veilchen!