Über die Firmengeschichte von Schichau an dieser Stelle zu berichten würde bedeuten „Eulen nach Athen tragen". In jedem Heimat- Buch wird Schichau ausführlich behandelt. Aber zu den einzelnen gesammelten Schichau-Erinnerungen möchte ich doch einige Zeilen schreiben.
Unten, neben einem ganzen Satz Werks-Fotografien aus der Gießerei habe ich auch zwei uralte Fotos, einmal Frau Schichau mit zwei Kindern und dann die russische Marine auf einem Torpedoboot im Königsberger Hafen auf Probefahrt, der Herr mit der Melone und dem Vollbart könnte Ziese sein.
Ziese hatte sich in Lärchwalde eine Villa gebaut, abgebildet als der Park noch erst entstand, hier auf einer Ansichtskarte.
Die Firmenpost wurde rückseitig mit einer eigenen Vignette versiegelt. Ein Lokomotiv-Kennzeichen das nie zum Einsatz kam. Ein Firmenausweis, ein Kuriosum, dieses Fräulein hat am gleichen Tag Geburtstag wie meine Ilse, nur ist meine Ilse 20 Jahre jünger.
Werkzeugmarken von Schichau.
Ein Festprogramm der Fa. Schichau zu ihrem 75. Betriebsbestehen am 5. Oktober 1912, aber die Firma feierte in Vogelsang jedes Jahr ein Sommerfest und gab dazu auch eine Erinnerungsgabe aus.
Oben links, ein Erinnerungsgeschenk für treue Angestellte zum 100 jährigen Betriebsjubiläum, darunter ein Geschenk für treue Angestellte zum Sommerfest in Vogelsang 1938 und daneben eine Porzelandose aus dem gleichen Anlaß 1939.
Carl Ziese vorne zu Pferd, gefolgt von seiner seiner Frau Elisabeth, geb. Ziese und derTochter Hildegard die mit Carlson verheiratet war.(gemalt von dem Maler Schuch). Daneben eine sehr seltene Schichau- Aktie, Ausgabe 1943. Bei Schichau glaubte wohl niemand daran das wir den Krieg verlieren könnten, auf der Rückseite ist ein Rückzahlungsplan, der bis 1958 ausgearbeitet ist.